fbpx

BIM ich im Zeitlichen Rahmen? BIM verständlich erklärt!

Habe ich die volle Kontrolle?  Fakt Check: Basics , Nutzen und Mehrwert von BIM.

Um ein Bauvorhaben zu realisieren kommt man um den Begriff nicht mehr herum. Doch was ist eigentlich BIM? Welche Arten gibt es und mit welchen Innovationen werden diese Planungsprozesse erweitert und verbessert.

@First: Die Definition von BIM

Building Information Modelling (kurz BIM) steht für Transparenz, Digitalisierung und Kosteneffizienz. Durch diese Prozesse haben alle beteiligte, sei es Architekten, Haustechniker, Statiker jeder Zeit zugriff auf den aktuellen Planungsstand. Der Soll/Ist Abgleich ist in kürzester Zeit machbar um drohenden Fehlentwicklungen zuvor zukommen.

Im Ganzen ist BIM ein kooperativer Prozess des Generierens, Verwaltens und die Benutzung von zueinander in Beziehung stehende Gebäudedaten während des gesamten Gebäudelebenszyklus.

Wie funktioniert BIM eigentlich?

Die gängigste Art ein Bauvorhaben zu realisieren ist, von Leistungsphase zur nächster überzugehen ohne dass, die vorhanden Daten vom nächsten Dienstleister weitergepflegt werden oder nur durch massiven Aufwand übernommen werden können.

Diese Modelle enthalten nicht nur rein geometrische Daten für eine dreidimensionale Darstellung oder die Ermittlung von Massen, wie aus CAD-Systemen bereits bekannt, sondern darüber hinaus werden alphanumerische Daten zu den einzelnen Bauteilen wie Materialeigenschaften, Kosten, Termine und dergleichen in das Modell eigepflegt. Diese Daten sind zu jeder Zeit für alle Beteiligten Nutzbar.

Haben Sie spezielle Fragen zu BIM?

Kontaktieren Sie uns und schicken Sie uns eine Anfrage!

Jetzt anfragen

10 Vorteile von BIM

BIM ist ein umfangreicher Planungsprozess, der Ihnen viel Zeit ersparen kann und Ihnen viele weitere Vorteile bietet:

  1. Verbesserte Kommunikation
  2. Individuelle Planungssicherheit bei komplexen Bauprojekten
  3. Transparentes Controlling
  4. Zentrales Datenmodell
  5. Rechtzeitige Fehleranalyse
  6. Wertsteigerung durch neue Möglichkeiten im Bauprojektmanagement
  7. Internationaler Wettbewerbsvorteil
  8. Vereinfachtes Informationsmanagement
  9. Terminsicherheit und Kosten
  10. Effizienz und Qualität am höchsten Level

1) Verbesserte Kommunikation

Vereinbarungen zu Terminen, Kosten und Qualität lassen sich durch BIM besser abstimmen und einhalten. Dies gilt vor allem, wenn große Teams ortsunabhängig an Projekten arbeiten.

2) Individuelle Planungssicherheit bei komplexen Bauprojekten

Da BIM eine Planung auch unter erschwerten Rahmenbedingungen ermöglicht, können Architekten und Ingenieure Bauzeiten leichter koordinieren, zum Beispiel bei einer Fertigstellung in Bauabschnitten.

3) Transparentes Controlling

BIM vereinfacht das Controlling – und das über den gesamten Lebenszyklus eines Bauwerks hinweg. Alle Informationen können von den beteiligten Partnern jederzeit und von überall abgerufen werden, die Prozesse sind durch BIM transparent und nachvollziehbar.

4) Zentrales Datenmodell

BIM umfasst eine zentrale Datenverwaltung sämtlicher Bauwerksinformationen. Das Koordinationsmodell besteht nicht nur aus unspezifischen Linien, Flächen und Volumen, sondern ist mit allen relevanten Eigenschaften angereichert, etwa Abmessungen und Lage von Bauteilen, Wärme- und Dämmeigenschaften usw. Dadurch können erforderliche Auswertungen und Nachweise jederzeit aus dem Modell abgeleitet werden.

5) Rechtzeitige Fehleranalyse

Das BIM-Koordinationsmodell erlaubt es, Unstimmigkeiten über die Fachdisziplinen hinweg zu erkennen – und das bereits in frühen Projektphasen.

6) Wertsteigerung durch neue Möglichkeiten im Bauprojektmanagement

BIM ermöglicht Bauwerks- und Ablaufsimulationen über den gesamten Lebenszyklus. Das steigert nicht nur die Effizienz, sondern schont auch Ressourcen und Umwelt. Der Wert des Bauwerks erhöht sich und wird erhalten.

7) Internationaler Wettbewerbsvorteil

In einigen Ländern ist BIM bereits Vorgabe und Standard für die Projektabwicklung. Unternehmen, die heute BIM anwenden, bereiten sich auf die Zukunft vor und können auf internationaler Ebene gegenüber den Mitbewerbern wettbewerbsfähig bleiben.

8) Vereinfachtes Informationsmanagement

Informationen und Wissen lassen sich dank BIM zwischen den Projektbeteiligten reibungslos austauschen. So gelingt ein gutes Projektmanagement von der Entwicklung eines Bauvorhabens bis zum Facility Management.

9) Terminsicherheit und Kosten

Großprojekte lassen sich mit BIM sicherer abwickeln. Es können jederzeit belegbare Aussagen zu Kosten und Terminen getroffen werden.

10)  Effizienz und Qualität am höchsten Level

In der Arbeitsmethode BIM steckt erhebliches Potenzial, mit dem sich die Qualität und Effizienz im gesamten Bau- und Nutzungsprozess steigern lässt. Statt mit parallelen Ausführungsplänen und zeitintensiven Jour-Fixes zu arbeiten, können alle Beteiligten auf eine einheitliche Datengrundlage zugreifen und Änderungen in Echtzeit durchführen.

BIM schon in Verwendung?

Wenn nicht, dann fragen Sie jetzt an und lassen Sie sich beraten!

Jetzt anfragen

Arten von BIM

Es gibt zwei verschiedene Hauptarten des Building Information Modeling, welche unterschiedliche Ausprägungen des BIM-Prozesses beschreiben. Es wird zwischen einer „little BIM“ und einer „big BIM“-Lösung differenziert.

Die Bezeichnungen „little“ oder „big“ gibt dabei eine Aussage zu der Art der Anwendung: einerseits einer Insellösung (Innerhalb eines Projektbeteiligten), andererseits einer integrierten Lösung zwischen allen Projetbeteiligten.

Die Begriffe „closed“ oder „open“ beschreiben die Art der Softwarelösung:

  • „closed“ charakterisiert eine isolierte Lösung mit der Software von einem Hersteller;
  • „open“ die Verwendung von verschiedenen Softwarepaketen, die untereinander mit universellen Schnittstellen verbunden werden können.

Little BIM

Little BIM beschreibt die Anwendung von BIM-Prozessen in einem kleinen Rahmen. Zum Beispiel in Ingenieur- und Architekturbüros, Bauunternehmen oder im Facility Management. Dabei nutzt der jeweilige Anwender das BIM-System ausschließlich für die Verbesserung seiner eigenen Arbeitsweise und stellt nur die Informationen in das Gebäudemodell ein, die von ihm genutzt werden können.

Ein Ingenieurbüro benötigt beispielsweise zur Berechnung der Statik eines Gebäudes nicht die Oberflächenbeschaffenheit des Fußbodens, die jedoch für den Facility Manager wesentlich sind. Die Insellösung des BIM tauscht keine Daten mit anderen am Projekt Beteiligten aus. Die Software ist einheitlich („little closed BIM“), wodurch keine Schnittstellenprobleme auftreten können.

Sofern der Nutzer von BIM sein Gebäudemodell auch anderen Projektbeteiligten zur Verfügung stellt, jedoch das Softwareumfeld nicht einheitlich ist, wird vom „little open BIM“ gesprochen.

Open BIM

Open BIM (integrierte Lösung) bezeichnet die Anwendung von den BIM-Prozessen über mehrere Fachbereiche hinweg. Dabei wird die Zusammenarbeit zwischen den Fachplanern, beziehungsweise zwischen Planung und Ausführung oder Ausführung und Bewirtschaftung zentral koordiniert, um ein Gebäudemodell mit allen Informationen zu erstellen. Dies kann mit einer Softwarelösung erfolgen, was als „big closed BIM“ beschrieben wird.

Sofern die Softwarepakete unterschiedlich sind und die jeweiligen Gebäudemodelle durch offene Schnittstellen miteinander zu einem Gebäudemodell verknüpft werden können, wird diese Variante als „big open BIM“ bezeichnet.

Hierbei können alle Projektbeteiligte auf ein zentrales, virtuelles Gebäudemodell zugreifen und deren Daten darin einbringen. Hierdurch ergeben sich Vorteile bezogen auf das gesamte Projekt.

2019-07-08T11:16:31+01:0002.07.2019|