Wie steht es um die Digitalisierung der österreichischen Bau- und Immobilienbranche?

Wie steht es um die Digitalisierung der österreichischen Bau- und Immobilienbranche?

Im Zuge eines Online-Events am 21.09.20 diskutiere eine Expertenrunde über den digitalen Fortschritt in der österreichischen Bau- und Immobilienbranche sowie über die Vor- und Nachteile digitaler Lösungen. Mit dabei waren: DI Sigrid Oblak, Direktorin der Wien Holding; DI Wolfgang Malzer, BIG, Abteilung Architektur und Bauvertragswesen; DI Dominik Philipp, Geschäftsführer von Dietrich I Untertrifaller Architekten; Martin Müller, Geschäftsführer von JP Immobilien und natürlich Michael Resch, Geschäftsführer von BIMEXPERTS.
Der digitale Fortschritt macht auch vor der Bau- und Immobilienbranche keinen Halt. Nicht zuletzt habe der Lockdown für die Branche einen ordentlichen Digitalisierungsschub mit sich gebracht. Darüber sind sich alle Experten einig.

BIM – das Zauberwort der Zukunft
Ein „digitaler Zwilling“ eines Gebäudes garantiert von der Planung, über die Ausführung bis hin zum Betreiben von Gebäuden für Kostentransparenz, Effizienz und reibungslose Abläufe. Zeitpläne, Kosten und Risiken können einfacher, früher und präziser ermittelt und lückenlos kontrolliert werden.
Durch die Digitalisierung werden Gebäude immer intelligenter und Projekte immer komplexer. Um den Überblick über die immer größer werdenden Mengen an Information zu bewahren und diese für alle Projektbeteiligten bereitzustellen, braucht es eine Methode wie BIM. Viele Gebäude werden daher in Zukunft einen digitalen Zwilling haben, um mit diesen Datenmengen umgehen zu können. Während Unternehmen wie die BIG bereits Pilotprojekte gestartet haben und ein Rahmengerüst für alle zukünftigen Projekt zu schaffen, wird es bei der gesetzlichen Vorschreibung der BIM-Methode bei Ausschreibungen wohl noch etwas dauern. Grund dafür sind u.a. die bisher nicht ausreichenden Ausbildungsschienen und die komplexe technische Umsetzung für die Behörden.

BIM setzt interdisziplinäres Arbeiten und Vernetzung voraus
Was es braucht, um erfolgreich mit BIM arbeiten zu können, sind mehr Kooperation und Vernetzung. Denn wer neue Wege gehen will, muss alte Pfade verlassen. Um die Chancen der Digitalisierung voll ausschöpfen zu können, muss man weg von alteingesessenen Abwicklungsmustern und hin zu modernen Planungsmethoden. BIM ist jedoch nur eine Software. Deswegen braucht es für den Erfolg eines Projekts vor allem ein Team mit einer Open Book Mentalität, welches an einem Strang zieht. Die Herausforderung liegt darin, Tradition und junge Menschen zusammenzubringen. Erst aus dem Zusammenspiel von Erfahrung und Technik wird es möglich, das Beste der modernen Tools herauszuholen. Das spart Zeit und Kosten.

Apps erleichtern Kommunikation zwischen Eigentümer, Mieter und Hausverwaltung
Bei der Kommunikation zwischen Eigentümern, Mietern und Hausverwaltung schaffen digitale Lösungen viele neue Möglichkeiten für alle Beteiligten. Über das digitale Schwarze Brett beispielsweise bekommt man als Mieter alle Informationen über ein Haus sofort und in Echtzeit. Bei aktuellen Projekten kann wiederum von Beginn an mit den Käufern kommuniziert werden. Der Entwickler kann Kunden über den Baufortschritt informieren oder Änderungswünsche, wie die Auswahl von Fließen, abbilden, um nur einige Beispiele des digitalisierten Dialogs zu nennen.


Alle Erkenntnisse und diskutierten Themen des Online-Roundtables erfahren Sie hier:
https://immobilien-redaktion.com/video/der-digitale-fortschritt-in-der-oesterreichischen-bau-und-immobilienwirtschaft/


24.09.2020

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